Nachdem ich nun über Wochen Ihre Berichterstattung über verschiedenste Themen beobachtet habe, möchte ich an dieser Stelle ein paar Anmerkungen machen, die mir als mittlerweile 33 Jahre dem Eishockeysport als ehemaliger Nachwuchs – Nationalspieler, Bundesliga - Spieler, erfolgreicher Nachwuchsvereinstrainer, Diplom – Manager, Diplom – Trainer, DEB – Nachwuchshonorartrainer, Verbandsfunktionär und unabhängiger Rechtsanwalt sicherlich auch gestattet sein sollten.

 

Gratulieren muss ich Ihnen zu Ihrer umfassenden Berichterstattung über unsere wunderschöne Sportart Eishockey. Der Erfolg Ihrer Zeitung zeigt deutlich, dass auch eine Notwendigkeit und nach wie vor großes Interesse daran besteht, selbst wenn sich die überregionalen Tageszeitungen nur noch den Negativ – Schlagzeilen unserer Sportart verschrieben haben.

 

Allerdings wünsche ich mir bei der Berichterstattung und Darstellung der einzelnen Vereine etwas mehr Unabhängigkeit und Distanz und das Ablegen der rosaroten Vereinsbrille Ihrer Mitarbeiter. Häufig sind Ihre berichterstattenden Mitarbeiter auch Redakteure der Vereins- und Saisonhefte des jeweiligen Vereins, in denen sie aus naheliegenden Gründen nur positiv über die Vereine berichten müssen. Häufig machen sie sich dadurch zum Sprachrohr von Vorständen und Vereinsfunktionären und geben diesen in Ihrer Zeitung eine unangemessene „Bühne“ für ihre Selbstdarstellung und das Ausleben der jeweiligen Profilneurose.

 

Was mich wesentlich betroffener macht, ist die Art und Weise, wie sich Ihre Zeitung immer mehr vor einen Karren spannen lässt, der sich nur noch in Negativ – Berichterstattung gegen den DEB versteht. Es sind nach wie vor Vereinsvorstände und Manager, die die Vereine bar jeglicher wirtschaftlicher Kompetenz in den Ruin treiben und nicht der DEB. Es waren die Vereine, die die Selbstverwaltung der Ligen wollten, um unabhängig und wirtschaftlich potenter sein wollten. Nachdem dieses nun kläglich gescheitert ist, versucht man nun den DEB dafür verantwortlich zu machen und bezichtigt ihn der Konzeptlosigkeit. Ein Witz, wenn man die jüngste Situation und Entwicklung vieler Vereine beobachtet. 

 

Als Mitglied der Kommission zur Ausarbeitung des ESBG – Vertrages durfte ich auch erleben, wie einzelne Kommissionsmitglieder trotz überaus harmonischer und konstruktiver Kommissionssitzungen Ihre mangelnde Kompetenz und sportliche Ahnungslosigkeit dadurch auszuleben versuchten, indem sie dem DEB, hier in Person von W. Sorge, für das bisherige Scheitern der GmbH verantwortlich machen.  Eine objektive und der journalistischen Recherchenpflicht genügenden angemessenen Berichterstattung durch Ihre Redakteure hätte auch den unbeteiligten Lesern mehr Einblick verschafft und Vieles relativiert.

 

Was nun aber mittlerweile zu einem Ärgernis auswächst, ist die Kolumne von Klaus Peter Knospe. Ist mir als Rechtsanwalt bekannt, dass man seine Meinung frei äußern darf, frage ich mich allerdings nur, warum gerade Ihre Zeitung sich vor einen Karren des persönlichen Rachefeldzuges des K.P. Knospe gegen den DEB und hier insbesondere gegen W. Sorge spannen lässt ?

 

Hat der Rachefeldzug etwa mit Knospes eigener Entlassung beim DEB zu tun, deren Kündigungsgründe, so munkelt man, sich ansatzweise in seiner Kolumne wiederspiegeln ? Nämlich Desinteresse, Selbstdarstellung und angemessene journalistische Berichterstattung ?

 

Er handelt immer nach seinem eigenen Schema und Selbstverständnis seiner katastrophalen  journalistischen Arbeit: weder im Fall Hegen, noch bei den Geschehnissen rund um die ESBG noch bei den Vorkommnissen bei der Damen – Nationalmannschaft hat er angemessen bei kompetenten Ansprechpartnern des DEB recherchiert, um auch die andere Seite zu hören und darauf seine Meinung zu gründen und darzustellen. Vielmehr hat er immer nur einseitig die ihm beliebige,  willfährige und ihn benutzende Seite angehört und daraufhin sein Gift gegen den DEB und dessen Funktionäre verspritzt. In seiner Eitelkeit haut er auf alles, was das Zeichen DEB trägt. So werden von ihm neuerdings selbst F. Reindl und I. Berndaner der Niederträchtigkeit bezichtigt, indem sie Ihren Töchtern angeblich das Olympia – Ticket sichern wollen. Dass dieses eine Ungeheuerlichkeit und Unverschämtheit gegenüber den beiden hart trainierenden Spielerinnen darstellt, ist ihm in seiner blinden Wut egal.

 

Auch dass er nun M. Hanig zur Seite springt, die angeblich für Olympia von W. Sorge ausgebootet wurde, begründet sich sicherlich auf seiner eigenen Wut gegenüber dem DEB, da er selbst sein sicher geglaubtes Olympia – Ticket für Nagano als Pressechef des DEB verlustig wurde und nicht mitfahren durfte. Dass er dazu nun anderthalb Jahre zurückliegende sicherlich nicht herunterzuspielende aber vielen Personen bekannte Vorkommnisse aus dem Hut zaubert, zeigt seine persönliche und journalistische Strick- und Machart.

 

Abschließend hoffe ich, dass Sie meine Ihnen mitgeteilten Ausführungen ernst nehmen und gemäß Ihrer journalistischen Pflicht und Ihrem journalistischem Selbstverständnis mehr auf die wahrheitsgemäße berichterstattende Qualität Ihrer Mitarbeiter Wert legen, selbst wenn es sich um eine Meinungsäußerung in einer Kolumne handelt.

 

Zumindest sollten die Leser Ihrer Zeitung nun über weiterführende Hintergründe informiert sein und für die Kolumne des K.P. Knospe etwas mehr sensibilisiert, um damit den Hintergrund seiner Ausführungen besser werten zu können.